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Stärkung der Schwusos als AK

Freitag, 22.Juli 2011 von

Anträge, Anträge 2011

Adressaten: Juso Bezirkskonferenz, SPD-Bezirkskonferenz

Der SPD Bezirksvorstand Hessen-Nord richtet einen Arbeitskreis „Schwusos“ ein, leitet diesen Arbeitskreis mit einem Bezirksvorstandsmitglied und lädt regelmäßig parteiöffentlich zu dessen Sitzungen ein.

Der Arbeitskreis schlägt jemanden vor, der als beratendes Mitglied in den SPD Bezirksvorstand kooptiert wird.

Begründung:

 Freiheit ist ein Recht, dass man sich auch in der heutigen Welt – und auch in Deutschland – noch immer erkämpfen muss. Freiheit ist ein Gefühl mit dem man Aufwächst und ein Anspruch, der jedem als ganz selbstverständlich gelten sollte, wo er nicht die Freiheit eines anderen beschränkt.

Doch leider ist dies für noch nicht alle Mitglieder der Gesellschaft erfahrbar. Grade Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender und viele mehr erleben noch immer eine Disakzeptanz bezüglich ihrer Sexualität in der Gesellschaft, auch von ihren Eltern und Freunden. Es kann nicht bestritten werden, dass sich etwas ändern muss, wenn bspw. die Selbstmordrate von homosexuellen Jugendlichen noch immer fast vier[1] mal so hoch ist wie die von heterosexuellen Jugendlichen.

 Die SPD hat in ihrer langen Geschichte stets für die Freiheit und gegen die Unterdrückung aufgrund sexueller Stereotype gekämpft. So etwa für die Emanzipation und die demokratischen Rechte der Frau oder gegen Vorurteile in der Gesellschaft, die im Begriff der verwahrlosenden Schlüsselkinder ihren Höhepunkt fanden, als es darum ging, Kindererziehung gesamtgesellschaftlich und geschlechterunabhängig zu gestalten. Heutzutage ist es auch dank der ASF im Weitesten selbstverständlich, dass Kinder nicht den ganzen Tag von ihrer Mutter umsorgt werden müssen.

 Noch immer sind die Zeiten für viele Genossinnen und Genossen, die sich bei den Schwusos engagieren nicht einfach. Wenn wir wollen, dass ein schwuler Sohn oder eine lesbische Tochter das Selbstverständnis oder viel mehr die Freiheit besitzen soll, sich outen zu können, dann brauchen die Schwulen, Lesben und alle Menschen mit anderer sexueller Orientierung eine starke Stimme in der Bevölkerung und auch in der SPD – so wie einst die Frauen. Es bedarf noch einer Menge Arbeit, nicht nur gesetzgeberische, um all denjenigen die Freiheit zu geben, die heute noch oft als „Schwuchtel“ oder als „nicht Gott gewollt“ bezeichnet werden.

[1] http://www.zeit.de/online/2007/25/schwul-jugendliche-internet

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Ein Kommentar

  1. Dominik sagt:

    Tolle Hinweise! Ich werde mich damit in Zukunft mehr auseinandersetzen! Bin gespannt auf die naechsten Posts!

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